Multiplikation und Jüngerschaft – Ein bewegender Start der Zellgruppen-Konferenz
Die zweite Zellgruppen-Konferenz in Marburg hat mit einem tief bewegenden Auftakt begonnen. Was diese Konferenz so besonders macht, ist die Vielfalt der Teilnehmenden: Menschen aus unterschiedlichen Frömmigkeitsstilen und theologischen Prägungen kommen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen – Jüngerschaft zu leben und zu fördern. Alte Freundschaften werden erneuert, neue Verbindungen geknüpft. Die Atmosphäre ist geprägt von Ermutigung und der gemeinsamen Vision, Menschen für Jesus zu begeistern.
Im Zentrum der Konferenz stehen zwei wesentliche Anliegen: Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen, mit denen wir unterwegs sind – unabhängig davon, ob sie schon an Jesus glauben oder noch auf der Suche sind. Viele der Teilnehmenden sind hier, um zu lernen, wie wir Menschen zu Jüngern machen können, die wiederum andere zu Jüngern machen. Dies ist kein einfacher Prozess, aber wohl einer der ehrenvollsten. Sich in das Leben eines anderen Menschen zu investieren, ist herausfordernd und zugleich zutiefst erfüllend.
Die Herausforderung und Schönheit der Jüngerschaft
Inar Brandão, einer der Sprecher der Konferenz, brachte es treffend auf den Punkt: „Wir müssen gehorsam sein, auch wenn es keinen Sinn ergibt. Nur weil Dinge schiefgegangen sind, bedeutet es nicht, dass du aufgeben sollst.“ Seine Worte sind eine kraftvolle Erinnerung daran, dass unsere Anstrengungen nicht immer sofort Früchte tragen. Doch jede Investition in das Leben eines Menschen hat eine tiefere Bedeutung – die Entfaltung des göttlichen Potenzials in ihnen.
Jüngerschaft bedeutet, Seite an Seite mit Menschen durch das Leben zu gehen. Es bedeutet, die von Gott gegebene Ebenbildlichkeit, die oft beschädigt oder verloren ist, durch die Kraft des Heiligen Geistes wiederherstellen zu lassen. Diese Arbeit ist komplex, aber jeder Schritt ist lohnend. Es gibt keinen größeren Sinn, als Menschen zu helfen, das zu werden, wozu Gott sie berufen hat.
Gemeinsam für das Reich Gottes
Besonders beeindruckend ist, wie auf dieser Konferenz Netzwerke und Dienste miteinander verbunden werden. Die Bereitschaft, Seite an Seite zu stehen und für eine Sache einzutreten, zeigt die Stärke der Einheit in Vielfalt. Genau das spiegeln auch Zellgruppen wider: Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen, die sich um die gemeinsame Mitte – Jesus Christus – versammeln. Diese Vielfalt ist keine Schwäche, sondern ein Abbild der Schönheit des Reiches Gottes.
Jesus ist der Grund, warum wir all dies tun. Seine Liebe zu den Menschen motiviert uns, uns von dieser Liebe beschenken zu lassen und sie weiterzugeben. Diese Liebe ist der Schlüssel zur Transformation von Leben – ein Leben nach dem anderen.
Ausblick auf das, was noch kommt
Der erste Teil der Konferenz endet mit großer Ermutigung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Bewegung der Zellgruppen in Deutschland wächst. Menschen vernetzen sich, teilen ihre Erfahrungen und unterstützen einander, das Evangelium voranzubringen. Doch dies ist erst der Anfang. Der zweite Teil der Konferenz verspricht, ebenso kraftvoll und inspirierend zu werden.
Lasst uns mit dieser Ermutigung im Herzen weitergehen, im Vertrauen, dass jeder Einsatz in die Jüngerschaft Früchte tragen wird. Gott wirkt durch uns – und das lohnt sich immer.
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