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"Wer investiert in mich?" und "In wen investiere ich?"

Die meisten von uns stellen sich irgendwann Fragen wie:„Wie kann ich mehr erreichen?“ oder „Wie werde ich erfolgreicher?“ Doch Jesus stellt uns andere Fragen. Zwei einfache, aber kraftvolle Fragen, die alles verändern können:


👉 Wer investiert in mich?

👉 In wen investiere ich?


Gott – der ultimative Investor

Wenn wir die Bibel durchgehen, sehen wir: Gott ist ein Meister darin, aus Nichts etwas zu machen – und aus Wenigem sehr viel. Die Schöpfung, Wasser, das zu Wein wird, fünf Brote, zwei Fische… Es ist sein „Businessmodell“: Verwandlung durch Investition. Und genau das erleben wir auch in der Zellgruppenarbeit. Manchmal fangen Gruppen klein an – zwei, drei Leute. Doch wenn wir treu investieren, beginnt Gott zu multiplizieren.


Ein investiertes Leben

Ein reiches Leben bedeutet nicht, viel Geld zu haben. Es bedeutet, viel Frucht zu bringen:


  • Die Frucht eines veränderten Charakters (Galater 5,22)

  • Die Frucht der Multiplikation: Jünger, die Jünger machen (Matthäus 28,19)


Zellgruppenleiter stehen damit an vorderster Front. Es geht nicht darum, ein Programm gut zu moderieren, sondern in echte Veränderung zu investieren.


Warum so wenige Jünger machen

Eine Beobachtung, die weh tut: Viele Christen – sogar Pastoren – wurden nie selbst in Jüngerschaft geführt. Kein Wunder, dass sie andere nicht begleiten können. Das Ergebnis? Viele haben in ihrem Leben nicht einen einzigen Jünger hervorgebracht.

Doch das Christentum ist kein Einzelsport. Es geht um Teams. Um Menschen, die gemeinsam wachsen, einander korrigieren, fördern, tragen und senden.


Das Risiko der Investition

In der Geschichte von den Talenten (Matthäus 25) lobt Jesus nicht den, der das Talent sicher verwahrt, sondern den, der es riskiert und vermehrt.In der Leiterausbildung bedeutet das: Schau nicht nur auf fertige Menschen. Investiere in Menschen mit Potenzial. Oft sind es gerade sie, durch die Gott Großes wirkt.


Eine wahre Geschichte

John und Edith Hayward, ein kanadisches Ehepaar, investierten sich in einen jungen indischen Studenten namens Bakht Singh. Sie hätten nie geahnt, dass dieser Mann einmal einer der einflussreichsten Evangelisten Indiens wird. Edith wollte selbst Missionarin in Indien werden – doch ihre Investition in einen Menschen brachte mehr Frucht, als sie je hätte bewirken können.


Zellgruppen als Multiplikatoren


Bonhoeffer sagte:

„Wenn Christus einen Menschen ruft, fordert er ihn auf, zu kommen und zu sterben.“

Jüngerschaft ist unbequem. Sie kostet. Aber sie ist der Weg, wie Gott die Welt verändert. Für unsere Zellgruppen bedeutet das:


  • Beziehungen statt Programme

  • Investieren statt Konsumieren

  • Multiplikation statt Stagnation


Denn: Zellgruppen sind nicht das Ziel, sondern die Strategie, um Jüngerschaft zu leben​.


Fazit

Wir müssen aufhören zu fragen: „Was kann ich bekommen?“Und anfangen zu fragen:

  • Wer investiert in mich?

  • In wen investiere ich?


Zellgruppenarbeit wird fruchtbar, wenn Menschen in Menschen investieren. Nicht das beste Programm entscheidet. Nicht die größte Gruppe. Sondern ob echte Jüngerschaft geschieht.


Jesus kam nicht, um „Christen“ zu machen. Er kam, um Jünger zu machen.

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